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Bis in die 20er Jahre gab es mehr
Elektro-Autos als Autos mit Verbrennungsmaschinen. Es ist
bekannt, daß die damaligen Ingenieure von den optimalen
Eigenschaften eines Elektromotors begeistert waren und sich
zu entsprechendem Handeln inspirieren ließen. Die Umsetzung
elektrischer Energie in Bewegungsenergie ist schließlich
nicht nur wegen des hohen Wirkungsgrades, sondern auch wegen
der idealen Steuerbarkeit der elektromagnetischen Wechselwirkungen
von hohem technischen Reiz und Ästetik. Auch für
die Käufer dieser Kutschen war es von Vorteil, sich fast
lautlos und nicht fortdauernd laut explodierend und stinkend
fortzubewegen. Die begrenzte Reichweite der Elektro-Autos
aufgrund der geringen Energiedichte der Bleiakkumulatoren
und die Sehnsucht nach immer mehr Mobilität gerieten
zum Verhängnis. Der Siegeszug des jetzigen Automobils
begann. Im Rausch der neuen Möglichkeiten wurden die
negativen Wirkungen zunächst nicht wahrgenommen, später
abgestritten und jetzt ignoriert. Inzwischen, ausgelöst
durch das sommmerliche Desaster in den Städten, wo Mediziner
bereits den Aufenthalt im Freien für bestimmte Gefährdungsgruppen
verbieten, kommen die Elektro-Autos wieder ins Gespräch.
Vielleicht auch nur deshalb, weil deutsche Firmen ab 1997
in Kaliforien keine Explosions-Kutschen mehr absetzen dürfen,
es sei denn, es werden auch gleichzeitig emissionsfreie Automobile,
d. h. Elektro-Autos verkauft. Das Elektro-Auto soll die Umwelt
entlasten. Wie diese vermeintliche "Entlastung"
aussieht, wird im folgenden gezeigt. Beide Fahrzeugarten,
das Benzin-Auto mit Katalysator und das Elektro-Auto emittieren
Schadstoffe, das eine über seinen Auspuff, das andere
über die Schornsteine der Kraftwerke (siehe Bild 1).
Die Emissionen
aus den Schornsteinen basieren in Deutschland auf einer Kombination
von stromerzeugenden Kraftwerken, wie sie ebenfalls in Bild
1 dargestellt ist. Zur Vergleichs-grundlage, Benzin-Auto und
Elektro-Auto, dient die Energieentnahme aus dem Tankstellen-schlauch
und aus der Steckdose. Als Energieäquivalent wird hierbei
1kWh = 0,1 ltr Normal-Benzin angenommmen. In Bild 2 sind die
spezifischen Schadstoffemissionen in g/kWh für beide
Fahrzeugarten dargestellt. Der Treibhausaufheizer CO2 und
einer der Waldkiller NOx wachsen und gedeihen bei der Lösung
Elektro-Auto ganz prächtig.
Um eine Vorstellung über die
absolute Menge der Schadstoffe in Abhängigkeit vom Fahrzeugtyp
zu erhalten, wurden typische Vertreter jeder Gattung herausgesucht:
Das Benzin-Auto, Mittelklasse,
also ein klassisches Auto.
Das Elektro-Auto, BMW-E1, welches sich an den Leistungsdaten
eines
klassischen
Autos orientiert.
Das Elektro-Auto, Mini-El, welches unter ganz anderen
Aspekten
konzipiert
wurde und sich eigentlich gar nicht "Auto" nennen
lassen möchte.
Einige Eigenschaften
dieser Fahrzeuge sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt:
|
Fahrzeugart
|
Typ
|
Motorleistung
|
Verbrauch
|
Leergewicht
|
|
Benzin-Auto
|
Mittelklasse
|
 50
kW
|
80 kWh/100 km*
|
1000 kg
|
|
Elektro-Auto
|
BMW-E1
|
32 kW
|
 40
kWh/100 km**
|
 880
kg
|
|
Elektro-Auto
|
Mini-EL
|
 2,5
kW
|
9 kWh/100 km
|
 285
kg
|
*) entspricht 8 ltr Normal-Benzin/100km
**) Schätzung, da laut Auskunft des Technischen Kundendienstes
bei BMW keine Erfahrungswerte vorliegen. Angenommene Fahrleistung
35 km täglich, d. h., hohe Standverluste wegen Natrium-Schwefel-Batterie.
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